Einem Schüler waren Verbrennungen 2. Grades auf dem Rücken zugefügt worden
Zwei Angeklagte schuldig

Urteil im Lundsberg-Prozess

In dem viel beachteten Prozess gegen neun Schüler und einen Angestellten des Elite-Internats Lundsberg sind zwei der Angeklagten am Freitag schuldig gesprochen worden. Das Amtsgericht Karlstad verurteilte die Beiden wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von etwa 220 Euro.

Außerdem müssen die zwei Schüler umgerechnet gut 2.200 Euro Schadensersatz an ihr Opfer zahlen. Hintergrund des Verfahrens war ein aus dem Ruder gelaufenes Einführungsritual, das die älteren Angeklagten mit jüngeren Mitschülern durchgeführt hatten. Dabei waren einem 14-jährigen Schüler im August letzten Jahres mit einem heißen Bügeleisen Verbrennungen 2. Grades auf dem Rücken zugefügt worden.

In der Urteilsbegründung schreibt der zuständige Richter, dass mit einem Bügeleisen immer sehr vorsichtig umgegangen werden müsse, und dass die beiden Täter diese Vorsicht hatten vermissen lassen. Die übrigen Angeklagten, sieben Schüler und ein Internatsbetreuer, wurden hingegen freigesprochen. Ihnen waren ursprünglich widerrechtliche Drohungen, Belästigungen beziehungsweise die Beihilfe dazu vorgeworfen worden.

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