Nordea will eine gemeinsame Erklärung der Sponsoren und des SOK erreichen
Nordea lädt zu Treffen ein

Olympia-Sponsor will Debatte über Menschenrechte anstoßen

Die Großbank Nordea hat die übrigen schwedischen Olympia-Hauptsponsoren und das Schwedische Olympische Komitee (SOK) zu einem Treffen zum Thema Menschenrechte eingeladen. Anlass sind die in Kürze anstehenden Winterspiele im russischen Sotschi und die schwierige Menschenrechtslage im Austragungsland.

Ziel sei es, zusammen mit dem SOK eine Debatte über Menschenrechtsfragen in Gang zu bekommen. Im besten Fall könne man das Internationale Olympische Komitee (IOC) damit dazu bringen, diesem Aspekt bei der Entscheidung über die Vergabe künftiger Spiele mehr Gewicht einzuräumen, so der Chef von Nordeas Sponsoring-Abteilung, Tomas Björklund, im Schwedischen Rundfunk. Björklund sieht derzeit ein gewisses Risiko, dass sein Unternehmen durch das Engagement für die olympische Bewegung mit "falschen Dingen" in Verbindung gebracht wird. Er betont aber gleichzeitig, dass man lediglich das Schwedische Olympische Komitee und die schwedischen Sportler unterstütze und keinen Einfluss auf die Wahl des Austragungsortes habe.

Erst Anfang Januar hatte die Organisation Swedwatch das SOK und seine Hauptsponsoren kritisiert, sich nicht aktiv dafür einzusetzen, dass die Menschenrechte in Russland respektiert werden. Neben Nordea tragen auch der Energieriese Vattenfall und der Pferdewetten-Veranstalter ATG den Titel Hauptsponsor. Insgesamt erhält das SOK jährlich umgerechnet gut 9 Millionen Euro von seinen Partnern aus der Wirtschaft.

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