Noch vor dem Anpfiff hatten Fans beider Teams das Spielfeld gestürmt
Djurgårdens IF - 1. FC Union Berlin

Krawalle bei deutsch-schwedischem Testspiel

Bei einem Testspiel zwischen dem schwedischen Fußball-Erstligisten Djurgårdens IF und dem deutschen Zweitligisten 1. FC Union Berlin ist es am Samstag in Stockholm zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mindestens ein Union-Anhänger und drei Polizisten wurden verletzt.

Bereits vor Matchbeginn hatten Fans beider Mannschaften den Rasen gestürmt und unter anderem bengalische Feuer und Böller gezündet. Polizei und Ordnungskräfte brauchten lange, bis sie die Lage unter Kontrolle gebracht hatten. Das Spiel begann schließlich erst mit 45 Minuten Verspätung. Da es auf der Tribüne aber vor allem in der zweiten Halbzeit wieder unruhig wurde und Gegenstände auf den Rasen geworfen wurden, brach Schiedsrichter Jonas Eriksson nach 72 Minuten beim Spielstand von 1:1 ab. Auslöser der Krawalle waren vermutlich Sprechchöre und ein von Djurgården-Fans aufgehängtes Banner mit der Aufschrift "BFC Dynamo Berlin". Der heutige Fünftligist gilt als Erzfeind von Union Berlin.

Nach dem Abbruch des Spiels wandten sich führende Vertreter der beteiligten Vereine gemeinsam an die Öffentlichkeit. Union-Präsident Dirk Zingler kommentierte, dass auf eine dumme Provokation eine dumme Reaktion gefolgt sei. Dies habe sehr vielen Menschen ein lang ersehntes Erlebnis zerstört. Djurgården-Sportdirektor Bosse Andersson nannte den Samstag einen "traurigen Tag für den Fußball". Beide Vereine seien für das Desaster verantwortlich, so Andersson. Die Ereignisse wollen die Clubs nun gemeinsam aufarbeiten und die Zusammenarbeit künftig fortsetzen.
 


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