Viele Schweden haben Angst davor, im Alter nicht ausreichend betreut zu werden
Umfrage zur Altenpflege

Viele Schweden sorgen sich vor dem Altwerden

Eine große Mehrheit der Schweden sieht dem Älterwerden mit Sorge entgegen. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Sifo im Auftrag des Schwedischen Fernsehens.

Demnach antworteten gut zwei Drittel der Befragten, dass sie sich teilweise beziehungsweise sehr unwohl fühlen, wenn sie an das Altwerden in Schweden denken. Nur knapp jeder Vierte macht sich laut Umfrage bei diesem Thema wenige oder gar keine Sorgen. Als eine mögliche Ursache für die allgemeine Besorgnis gilt die Personalausstattung der schwedischen Pflegeheime und Betreuungseinrichtungen. In der Umfrage antworteten knapp 80 Prozent der Teilnehmer, dass es in der Altenpflege nicht genug Personal gäbe, um die grundlegenden Bedürfnisse älterer Menschen erfüllen zu können.

Seniorenministerin Maria Larsson ist jedoch der Ansicht, dass sich die Schweden bei dem Thema unnötig viele Sorgen machen. In Befragungen unter den Bewohnern von Altenheimen äußerten sich diese größtenteils positiv zu ihrer Betreuungssituation. Viele seien zufrieden, fühlten sich wohl und gäben auch dem Personal hohe Noten. Schweden habe eine sehr gute Altenpflege, so Larsson. Im Herbst vergangenen Jahres hatte eine internationale Vergleichsstudie ergeben, dass Schweden weltweit sogar die besten Voraussetzungen für das Altwerden bietet.

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