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Aktion des Bauernverbands

Hamburger-Protest am Veggie-Day

Publicerat onsdag 29 januari 2014 kl 16.44
"Abwechslung ist sicher das allerbeste"
(2:13 min)
Vor allem schwedisches Fleisch ist besser als sein Ruf, meint der LRF

Der schwedische Landwirtschaftsverband (LRF) hat am Mittwoch gegen die Einführung eines fleischfreien Tages in der Kantine einer Schule im mittelschwedischen Nyköping protestiert.

Direkt vor dem Schulhof hatte die Organisation einen Grill aufgefahren und hungrigen Jugendlichen kostenlose Hamburger angeboten. Als generelle Ablehnung einer vegetarischen Ernährung wollen die Landwirte ihre Aktion aber nicht verstanden sehen.

LRF will Diskussion anregen

"Es geht hier nicht darum, vegetarisches Essen und Fleisch gegeneinander zu stellen. Wir haben nichts dagegen, dass an den Schulen ab und an vegetarische Gerichte zubereitet werden. Abwechslung ist sicher das allerbeste. Wir wollen aber, dass man die Wahl der Nahrungsmittel an allen Wochentagen diskutiert und sich nicht nur, wie hier, einen Tag aussucht. Wir finden, dass um das Ganze so ein wenig zu viel Tamtam gemacht wird - und gleichzeitig signalisiert man, dass Fleisch für die Umwelt und das Klima nicht gut sei", erklärt Karin Andersson, Vorsitzende des LRF-Lokalverbands in Nyköping, im Schwedischen Rundfunk.

Die Landwirte wollen mit der Aktion unter anderem darauf hinweisen, dass ein Großteil des in Schweden verzehrten Fleischs aus dem Ausland importiert wird. Würde man stattdessen auf Produkte aus schwedischer Produktion zurückgreifen, für die strengere Umweltauflagen gelten und die nur vergleichsweise kurze Strecken transportiert werden müssen, könne man bereits einiges für die Umwelt tun, so die Argumentation.

Schwarzer Peter für die Bauern?

Der örtliche Bauernverband ist sauer auf die Kommune Nyköping, weil diese durch die Einführung eines vegetarischen Tages an den Schulen den lokalen Fleischproduzenten den Schwarzen Peter zugeschoben habe. Man schaffe vor Ort Arbeitsplätze und trage zum Wirtschaftsleben bei. Dies werde nicht ausreichend gewürdigt. Außerdem ließen sich die Umwelt- und Hungerprobleme der Welt auch durch die Einführung eines fleischfreien Tages nicht lösen, so Karin Andersson vom LRF.

Inwiefern jedoch das Braten und Verteilen von Hamburgern der Umwelt helfen soll, blieb am Mittwoch offen. In den sozialen Medien im Internet hatten viele Nutzer für die Aktion nur Spott und Hohn übrig. Einige beschrieben den Protest auch als pure Lobby-Veranstaltung für die Interessen der Landwirte. Und während sich die Schüler in Nyköping die kostenlosen Burger zum Mittag schmecken ließen, befürchtet die Wissenschaftlerin Elin Röös von der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität, dass die Aktion für den Bauernverband eher nach hinten losgehen könnte:

Glaubwürdigkeitsproblem für Landwirte

"Viele von uns, die daran forschen und damit arbeiten, dass der Konsum von Nahrungsmitteln die Umwelt künftig weniger belastet, wollen gerne für schwedische Lebensmittel werben. Diese haben ja eindeutig einige Vorteile. Aber wir sind der Ansicht, dass diese Arbeit durch die heutige Aktion erschwert wird. Ich glaube, man verliert dadurch an Glaubwürdigkeit."

Frank Luthardt

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