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Datenbank über kriminelle Nachrbarn

Umstrittene Internetseite wieder dicht

Uppdaterat torsdag 30 januari 2014 kl 14.50
Publicerat torsdag 30 januari 2014 kl 09.54
Mit roten Punkten markiert die Seite die Häuser mit vormals verurteilten Personen

Die in dieser Woche vieldiskutierte und stark umstrittene Internetseite, die Informationen über die möglicherweise kriminelle Vergangenheit anderer Bürger bereitstellt, ist am Mittwochabend wieder geschlossen worden.

Zahlreiche Hackerangriffe hatten Personenangaben wie Namen und Kontonummern von Nutzern der Seite offengelegt, woraufhin der Internetprovider die Seite aus Sicherheitsgründen sperrte. Zudem hatten Hacker eine Datei von der Seite entwendet und im Internet veröffentlicht, auf der die Namen und Adressen von 100.000 Personen mit krimineller Vergangenheit angegeben wurde.

Am Donnerstagnachmittag gab der Internetprovider bekannt, den Vertrag mit der Seite zu kündigen. Meinungsfreiheit und Integrität seien zentrale Werte, die aber in diesem Fall miteinander kollidieren würden, wenn Menschen im Internet bloßgestellt würden, so die Stellungnahme. Man entscheide sich in diesem Fall für die Seite der Integrität.

Der umstrittene Internetdienst Lexbase war Anfang dieser Woche angelaufen und hatte von höchsten politischen Vertretern und Behörden starke Kritik geerntet. Die Datenschutzbehörde hatte eine Verfassungsänderung gefordert, um den Persönlichkeitsschutz der Betroffenen zu stärken. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hatte sich anschließend mit Verweis auf den hohen Stellenwert der freien Meinungsäußerung gegen eine solche Grundrechtsänderung ausgesprochen. Stattdessen müsse eine umfassende Diskussion in der Gesellschaft darüber geführt werden, welche Informationen wirklich benötigt seien und wo die Grenzen der Neugier des Einzelnen verlaufen, so Reinfeldt gegenüber der Nachrichtenagentur TT.

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