Außenminister Carl Bildt
Aussenminister nach Teheran

Proteste gegen Bildts Iran-Reise

Am Montag wird Carl Bildt als erster schwedischer Außenminister seit 12 Jahren in den Iran reisen. Zahlreiche Exil-Iraner hatten in dieser Woche vor dem Parlament in Stockholm gegen den Besuch in Teheran protestiert.

„Ich glaube nicht, dass irgendetwas sich verbessern kann, nur weil man nicht dorthin reist“, erklärte Bildt gegenüber Radio Schweden. „Anna Lindh (frühere Außenministerin Schwedens, 2003 Opfer eines tödlichen Messerattentats – Anm. d. R.) war dort 2002, und damals war die Lage der Menschenrechte noch schlimmer als heute, glaube ich. Ich weiß nicht, ob sich die Situation verbessert hat, nur weil niemand seitdem in dem Land war.“

Der schwedische Außenminister wird seinen iranischen Amtskollegen Javad Zarif in Teheran treffen. Auch ein Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani wird nicht ausgeschlossen. „Fragen zum Atomprogramm Irans werden im Vordergrund stehen. Auch Gespräche zu Afghanistan und Syrien sind notwendig. Zudem geht es darum, zwischen dem Iran und der Europäischen Union einen Dialog um Menschenrechte in die Gänge zu leiten. Wir haben diesbezüglich einige positive Signale erhalten, sind aber noch nicht richtig im Ziel.“

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