Roma in der Hoffnung auf Gaben der Passanten
Roma in Schweden

Rumänische Botschafterin: Schweden erschwert Roma-Integration

Schweden sollte seine Gesetzgebung revidieren und ein Bettelverbot einführen. Diese Ansicht hat die rumänische Botschafterin in Schweden geäußert.

Dass  Roma aus Rumänien auf Schwedens Straßen betteln dürften, erschwere ihre Integration im Heimatland, schreibt Botschafterin Raduta Matache am Wochenende in einem Artikel in der Tageszeitung Dagens Nyheter. Rumänien habe weitreichende Pläne zur Integration der Roma und gesonderte Programme, um Roma bei der Arbeitssuche zu unterstützen. Um die Probleme im Zusammenhang mit dem Aufenthalt von Roma in Schweden zu lösen, sei eine engere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern erforderlich, sowohl zwischen Behörden wie der Polizei als auch zwischen Hilfsorganisationen.

Minister nach Schweden

Sozialminister Göran Hägglund hatte die Botschafterin in der vergangenen Woche einbestellt, um Konflikte vor allem bei der Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Die Verantwortung dafür, dass ein Großteil der Roma über keine Krankenkarte verfügt und die Zahlung der Leistungen somit zum Problem wird, hatte der Minister dem rumänischen Staat zugewiesen. Schweden sei auf Dauer nicht bereit, die Kosten zu tragen. Die Botschafterin ihrerseits hatte betont, die allgemeine Krankenversicherung in Rumänien stehe jedem Bürger offen. Sich eine Krankenkarte zu besorgen, sei die Verantwortung des Einzelnen.

Zahlreiche Roma besitzen keine Personaldokumente, was den Eintritt in die Versicherung praktisch unmöglich macht. Für weitergehende Diskussionen zu der Frage wird Rumäniens Gesundheitsminister Eugen Nicolaescu im März in Schweden erwartet.

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