"Hihjab-Aufruhr" im August 2013 in Stockholm
Keine Zeugen, keine Verdächtigen

"Hijab-Misshandlung": Ermittlungen eingestellt

In dem viel beachteten Fall einer schwangeren Frau, die angegeben hatte, aufgrund ihres Kopftuchs schwer misshandelt worden zu sein, hat die Polizei die Ermittlungen eingestellt.

Die Polizei habe ihr Möglichstes getan, aber weder Verdächtige noch Zeugen finden können, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT. So habe man über die Medien nach Zeugen gesucht. Auch habe man Material von Überwachungskameras ausgewertet, sei dabei jedoch nicht fündig geworden. DNA-Spuren eines mutmaßlichen Täters auf dem Kopftuch der Frau hatten sich als von der Frau selbst stammendes DNA erwiesen.

Nach Darstellung der Frau war sie im August vergangenen Jahres in einem Stockholmer Vorort von einem Unbekannten überfallen worden. Dieser habe ihr das Kopftuch vom Kopf gerissen und ihren Kopf so hart gegen ein Auto geschlagen, dass sie ohnmächtig geworden sei. Eine Woche nach der ersten Anzeige hatte die Frau einen weiteren, ähnlichen Überfall angezeigt. Frauen in Schweden hatten die Aussagen der Frau zu dem so genannten "Hijab-Aufruhr" inspiriert, bei dem sie für einen Tag aus Solidarität mit Musliminnen einen Hijab anlegten. Die umstrittene Aktion hatte Aufmerksamkeit weit über Schwedens Grenzen hinaus gefunden.

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