Mitarbeiter müssen in Deckung gehen
Sachbeschädigung und Drohungen

Häufung extremistischer Anschläge: Einwanderungsbehörde fordert Schutz

Die Einwanderungsbehörde ist in wachsendem Maße Angriffen durch Extremisten ausgesetzt. Das hat der Generaldirektor des Amtes, Anders Danielsson, betont. Polizei und Gesellschaft müssten nun ihre Verantwortung wahrnehmen und die Behörde und ihre Mitarbeiter besser schützen.

Innerhalb von zwei Jahren hat die Einwanderungsbehörde laut Danielsson 54 Fälle von Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht. Mehrfach wurden darüber hinaus einzelne Mitarbeiter bedroht. Keine andere Behörde habe so viele Fälle physischer Angriffe zu verzeichnen, so der Behördenchef und frühere Leiter der Geheimpolizei Säpo gegenüber der Nachrichtenagentur TT.

Die Mehrzahl der Anschläge geht nach Danielssons Einschätzung auf das Konto von Linksextremisten. Aber auch Rechtsextremisten seien unter den Tätern. "Die einen mögen uns nicht, weil zu viele Migranten kommen, den anderen missfällt, dass wir eine geregelte Einwanderung haben", so Danielsson. Er betonte, die Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde führten lediglich aus, was vom Parlament beschlossen worden sei.

Von Seiten der Säpo hieß es gegenüber TT, man nehme die Anschläge ernst. Von neuen Säpo-Initiativen für einen besseren Schutz der Behörde war nicht die Rede. Man habe die Frage aber in Diskussionen mit allen Provinzialverantwortlichen innerhalb der Polizei und mit der nationalen Leitungsgruppe der Polizei aufgegriffen.

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