Sigurd Heuman, Leiter von SIN
Polizeiregistrierung von Roma in Schweden

Neue Aufklärung zum Roma-Register beginnt

Im Fall der Polizeiregistrierung von Angehörigen der Roma in Schweden werden nun die ersten Schadenersatzklagen geprüft.

Die verantwortliche Behörde für Sicherheits- und Integritätsschutz, SIN, wird bis zu 60 erste Klagen an die schwedische Justizkanzlei weiterleiten, sagte der Leiter von SIN, Sigurd Heuman, gegenüber Radio Schweden. Bei sämtlichen Fällen gehe SIN davon aus, dass Schadenersatz in Frage kommen könnte. Insgesamt sollen die Fälle von bis zu 400 betroffenen Personen in kommender Zeit geprüft werden. Die Justizkanzlei – eine Überwachungseinheit gegenüber schwedischen Behörden und Gerichten – wird letztlich über den Schadenersatz entscheiden.

SIN gab zudem am Donnerstag bekannt, weitere Polizeieinheiten unter die Lupe zu nehmen. Ein Verdacht fällt dabei auf die Polizei in Norrbotten, Västra Götaland och Östergötland.

Die Enthüllungen zum sogenannten Roma-Register der Polizei von Skåne gehörten zu den Top-Nachrichten in Schweden im vergangenen Jahr. Etwa 5.000 Personen, eist Angehörige der Roma, waren in der Datenbank eingetragen, obwohl sie sich in vielen Fällen keiner Verbrechen schuldig gemacht hatten.

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