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Studieren nicht für Jedermann

Härtere Anforderungen an Uni-Zulassung

Publicerat måndag 17 februari 2014 kl 15.28
Bessere Studenten durch härtere Aufnahmeregeln
2:44 min
Wichtiger Test, unwichtige Ergebnisse

Wer in Schweden studieren will, soll sich künftig mehr anstrengen. Bildungsminister Jan Björklund hat am Montag eine Verschärfung der Zulassungsregeln für die Universitäten des Landes gefordert. Demnach müssen künftige Studenten bei der Studienzulassungs-Prüfung deutlich besser abschneiden als heute.

0,1 Punkte von 2,0 möglichen im so genannten Högskoleprov, also dem Studienzulassungs-Test, reichen heute aus, um sich an einer schwedischen Uni um einen Studienplatz zu bewerben. Mindestens ein Drittel der Studienplätze werden über das Ergebnis bei diesem Test vergeben, um die anderen bewirbt man sich mit der Schulabschlussnote. 

Vor einem Jahr zeigte die Tageszeitung Dagens Nyheter auf, dass mehr als 100 Lehramtsstudenten mit einem Ergebnis von 0,1 Punkten im Zulassungstest angenommen worden waren – ein Ergebnis, dass sich selbst ohne Durchlesen der Fragen erzielen lässt, wie die Zeitung durch wahlloses Ankreuzen herausfand. 

Früher aussieben 

Bildungsminister Jan Björklund steuert nun dagegen und will die Mindestanforderungen auf 0,5 Punkte anheben. Damit solle ein Teil der späteren Studienabbrecher von vornherein ausgesiebt werden, erklärte Björklund im Schwedischen Rundfunk. 

„Viele Studenten brechen ihre Uniausbildung ab, weil sie schon ohne notwendige Vorkenntnisse angefangen haben. Das ist natürlich alles andere als wünschenswert, weil man Studenten in dem Glauben lässt, sie könnten ein gewisses Studium bewältigen. Dies führt dazu, dass manche Universitäten das Niveau insgesamt senken, damit so viele wie möglich einen Abschluss schaffen. Stattdessen brauchen wir hohe Anforderungen schon bei der Aufnahme, aber auch im Studium selbst.“ 

Der Universitäts- und Hochschulrat unterstützt Björklunds Annahme. Wie der Rat errechnet hatte, würden bei höheren Anforderungen zwei Drittel der Bewerber aufgrund ihrer Schulabschlussnote auf jeden Fall einen Studienplatz bekommen. Ein Drittel würde von vornherein durchs Raster fallen. Der Rat hatte ein Anheben der Testergebnisse auf 0,4 Punkte vorgeschlagen. 

Höherer Status für Lehrerberuf 

Bei der Lehrergewerkschaft Lärarnas Riksförbund reagiert man positiv auf Björklunds Vorschlag. Höhere Anforderungen schon bei der Studienplatzvergabe seien wichtig für den Status der Studiums als auch des Lehrerberufs, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende Bo Jansson gegenüber Radio Schweden.

Schon jetzt sind landesweit viele Lehramtsplätze nicht belegt. Dass die Zahl der Studienplatzbewerber nun noch weiter sinkt, glaubt Bo Jansson allerdings nicht: „Wer so schlechte Ergebnisse beim Test aufweist, bricht das Studium meist innerhalb eines Jahres sowieso ab. Die Studenten sind oft nicht wirklich am Studieren, geschweige denn am Lehramt interessiert gewesen. Die erste Wahl war der Lehrerberuf in diesen Fällen nicht.“ 

Björklunds Vorschlag wird nun in den verschiedenen Instanzen behandelt. Frühestens am 30. Juni kommenden Jahres könnte die Änderung in Kraft treten.

Liv Heidbüchel

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