Glücklich aber teuer
Härtere Auflagen

Schweinezüchter wollen Geld vom Staat

Schwedens Schweinezüchter wollen von der Regierung für härtere Auflagen finanziell kompensiert werden. Mit dieser Forderung ist der Branchenverband an Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson bei einem Treffen am Mittwoch in Stockholm herangetreten.

Die neuen Tierschutzauflagen seien strenger als anderswo in Europa und würden schwedisches Schweinefleisch pro Kilo um 30 Cent gegenüber der europäischen Konkurrenz benachteiligen, so der Vorsitzende des Verbandes gegenüber der Tageszeitung Dagens Nyheter.

Seit dem EU-Beitritt 1995 hat die Produktion um 25 Prozent abgenommen. Ursachen sind eine gesunkene Nachfrage sowie billige Konkurrenz aus Deutschland, Dänemark und Polen. Die Auflagen würden diese Entwicklung nur weiter beschleunigen, so der Sprecher.

Der Landwirtschaftsminister erklärte nach dem Treffen, er nehme die Situation ernst, finanzielle Hilfen seien wegen der EU-Regeln jedoch nicht möglich. Erlandsson einigte sich mit dem Verband auf die Bildung von Arbeitsgruppen, die untersuchen sollen, wie die Bedingungen der Schweinzüchter verbessert werden können.

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