Ahlin (rechts)wirft Bildt und der EU Fehler in der Ukraine vor
Urban Ahlin:

EU hätte Mitgliedschaft anbieten sollen

Die EU muss der ukrainischen Bevölkerung deutlich signalisieren, dass die Tür zur Europäischen Union offen steht, wenn sie die Mitgliedschaft wollen. Dies erklärte der außenpolitische Sprecher der schwedischen Sozialdemokraten, Urban Ahlin, im Gespräch mit der russischen Redaktion von Radio Schweden.

Zuvor hatte Ahlin Außenminister Carl Bildt und die EU für die Lage in der Ukraine mit mit verantwortlich gemacht. Zwar trage der dortige Präsident Janukowitsch die Schuld an den Ereignissen. Gleichzeitig handele es sich aber auch um eine Niederlage für Bildt und die EU, weil man der Ukraine nicht klar die Mitgliedschaft in Aussicht gestellt habe.

Die EU sei der Erweiterung so müde, dass man dieses Recht den Ländern in Osteuropa verweigert habe, so Ahlin am Mittwoch im Reichstag. Der Sozialdemokrat wirft darüber hinaus Bildt vor, er habe sich zu deutlich mit der Opposition in Kiew alliiert, indem er auf dem Maidan aufgetreten ist. Das habe nur Russland Argumente gegeben um zu sagen, dass westliche Mächte Propaganda betreiben. Im Wesentlichen unterstütze Ahlin jedoch die Arbeit von Bildt und der EU.

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