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Ein Flugzeug dieses Typs wurde von der sowjetischen Luftwaffe über der Ostsee abgeschossen (Foto: p4 Skaraborg)
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Dagens Nyheter und alle anderen Zeitungen berichteten ausführlich über das Verschwinden des Flugzeugs und seiner Besatzung (Foto: Claes Lundkvist/ svt)
1952 abgeschossen

Bergung der Spionage-DC3

Die schwedische Marine hat heute eine Aufsehen erregende Aktion begonnen: Das Wrack des schwedischen Spionageflugzeugs vom Typ DC3, das 1952 von der Sowjetunion abgeschossen worden war, soll in einem neuerlichen Versuch geborgen werden. Von der Marinebasis Muskö südlich von Stockholm haben sich Schiffe auf den Weg zum Wrack gemacht. Es liegt 125 Meter tief auf dem Grund der Ostsee nahe der Insel Gotska Sandön.

Als das Wrack im Juni vergangenen Jahres lokalisiert wurde, brachen eine Menge Wunden auf. Endlich ergab sich die Möglichkeit, Licht in das lang anhaltende Dunkel um die DC3 zu bringen.

Spionage
Erst 1991 hatte die Sowjetunion offiziell den Abschuss der Maschine zugegeben; der schleppenden sowjetischen Informationspolitik stand die schwedische Seite allerdings nicht nach. Über den wahren Hintergrund des Dramas wurde die Bevölkerung erst 1993 offiziell in Kenntnis gesetzt.

Auf dem Papier hatte die DC3 Ausbildungszwecken gedient, in Wirklichkeit betrieb sie entgegen der offiziellen schwedischen Neutralitätspolitik Spionage - gegen die Russen und für die USA. Um ein lückenloses Bild der wahren Ereignisse hinter dem Abschuss zu erlangen, sollen nun auch die um den Flugzeugkörper verstreuten Wrackteile genau untersucht werden.

Gefriertechnik
Dabei wollen sich die Spezialisten einer speziellen Einfriertechnik bedienen, berichtet der Chef des Bergungskommandos Claes Lundin. "Die Einfriertechnik werden wir nach der Bergung des Hauptteils des Wracks anwenden. Wir haben Gefrier-Platten, die wir auf dem Meeresboden ablegen werden. Der Meeresboden, auf dem die Wrackteile liegen, gefriert daraufhin und bleibt an der Gefrierplatte kleben."

Nach diesem Gefriervorgang werden die Platten samt festgefrorenem Sand und Lehm an die Oberfläche gebracht und auf die enthaltenen Teile hin untersucht. Diese Methode, so Claes Lundin, ist vor allem eben für kleinere Teile effektiv; Überlegungen, auch das Wrack selbst mittels Gefriertechnik zu bergen, hat man aus Zeit- und Kostengründen inzwischen verworfen. Der Flugzeugkörper soll stattdessen mit traditioneller Hebetechnik an die Oberfläche befördert werden. Dabei ist große Vorsicht vonnöten: schließlich ist davon auszugehen, dass der Zahn der Zeit - sprich die langjährige Einwirkung des Salzwassers - Wirkung hinterlassen hat. Bei nicht sachgemäßer Behandlung könnte das Wrack entzwei gehen.

Weiteres Schicksal unklar
70 Besatzungsmitglieder sollen nun an der Aktion teilnehmen. Bis zum ersten Bergungsversuch sollen laut Schätzung der Marine noch knapp zwei Wochen vergehen. Der Ausgang ist noch ungewiss; ein erster Bergungsvorstoß im vergangenen Herbst verlief ergebnislos. Aus den Fehlern von damals hat man gelernt; läuft alles wie geplant, kann die DC3 innerhalb von drei Wochen an Land sein. Dann wird über das Schicksal des Mythen umsponnenen Flugzeugs entschieden:

„Zunächst einmal werden die zuständigen Stellen den genauen Hergang der Katastrophe klarlegen. Was danach mit dem Flugzeug passiert, ist noch nicht klar", so Claes Lundin. „Eventuell kommt es ins Museum, darüber wird im Frühling entschieden."

Wiebke Kaminski

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