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Die Hochzeit hat Früchte getragen

Prinzessin Madeleine ist Mutter

Vier Tage früher als berechnet ist am späten Donnerstagabend die Tochter von Prinzessin Madeleines und Christopher O‘Neill zur Welt gekommen. Wie der Schwedische Königshof auf seiner Internetseite schreibt, sind Mutter und Kind wohlauf.

Mit 21 Schüssen wird die Geburt der kleinen Prinzessin in Stockholm und anderen Orten Schwedens gefeiert, so wie dies in Schweden bei Zuwachs in der Königsfamilie üblich ist. Während die meisten Eltern schon Minuten nach der Geburt ihres ersten Kindes sämtliche Daten per SMS und sozialen Medien verbreiten, hüllt sich der Königshof noch in vornehmes Schweigen.

Weder Gewicht noch Länge der kleinen Prinzessin wurden bis zum Freitagnachmittag  bekannt gegeben, es seien ja „erst wenige Stunden seit der Niederkunft vergangen“, wie die Pressechefin des Hofes, Annika Sönnerberg, gegenüber der Nachrichtenagentur TT mitteilte. Auch ihren vollen Namen und Titel wird König Carl XVI. Gustaf erst beim kommenden „Konselj“ bekannt geben, also einem vom König einberufenen Treffen mit der Regierung. Dies wird vermutlich nach dem Wochenende geschehen. 

Fünfte in der Thronfolge 

Es ist Prinzessin Madeleines erstes Kind, und es kam gut neun Monate nach ihrer Hochzeit mit dem Amerikaner Christopher O’Neill zur Welt. Der Finanzmann, der in Schweden bisher noch nicht allzu viel in Erscheinung getreten ist, war bei der Geburt anwesend und erholte sich Medienberichten zufolge spät abends bei einer Zigarette vor dem Krankenhaus. 

Während Madeleine eine Hausgeburt auf Schloss Drottningholm war, entschied sich die 31-jährige Prinzessin für eine Entbindung im renommierten Presbyterian Hospital Weill Cornell Medical Center in ihrer Heimatstadt New York. Seit 2006 arbeitet Madeleine für die Stiftung World Childhood Foundation und pendelte lange Zeit zwischen Schweden und den USA. 2010 schließlich zog sie gänzlich nach New York um, und im Mai 2012 gab der Hof bekannt, dass sich die Prinzessin eine Wohnung mit Christopher O’Neill teilt.

Das jüngste Mitglied des Königshauses ist nach Kronprinzessin Victoria, Prinzessin Estelle, Prinz Carl Philip und Madeleine selbst Nummer Fünf in der Thronfolge. Doch ganz einfach wäre eine Thronbesteigung im Falle von Madeleines Tochter nicht. Die Regeln schreiben vor, dass der König och die Königin aus dem Geschlecht der Bernadotte im Königreich Schweden aufgewachsen und dazu protestantisch sein muss. Der Kindsvater O’Neill nun ist katholisch, eine katholische Erziehung würde eine Thronbesteigung zunichte machen. Zudem ist derzeit eher unwahrscheinlich, dass das Paar nach Schweden umsiedeln wird.

Freude überall 

Der Hofsprecherin zufolge ist die Königsfamilie jedenfalls sehr glücklich. Laut der Zeitung Expressen landen Königin Sylvia und König Carl Gustaf noch am Nachmittag Ortszeit in New York. Die Boulevardpresse hatte vorab berichtet, dass nur Königin Sylvia unmittelbar nach der Geburt zur Unterstützung ihrer jüngsten Tochter nach New York reisen würde, während König Carl Gustaf sich um die Bekanntgabe des Namens in Stockholm kümmere. 

Normalerweise wird das Neugeborene aus dem Königshaus am Tag nach der Geburt unter anderem dem Regierungschef gezeigt, dies ist aufgrund der räumlichen Entfernung nun nicht möglich. Welche Alternative man wählen wird, ist noch nicht bekannt. Da das Kind nicht in Schweden geboren wurde, werden auf jeden Fall die beiden Ärzte, die an der Entbindung beteiligt waren, schriftlich bezeugen müssen, dass das Neugeborene auch tatsächlich die Tochter von Prinzessin Madeleine ist. 

Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt ließ bereits die herzlichsten Glückwünsche übermitteln. Es sei ein großer Tag für das Königshaus und die frisch gebackenen Eltern. Viele Menschen teilten die Freude am heutigen Tag mit Prinzessin Madeleine und Christopher O’Neill. Die Regierungskanzlei wird am Sonntag, den 2. März im Zusammenhang mit dem Gottesdienst in der Schlosskirche die Flagge hissen. 

Elouise oder Ulla? 

Wie schon vor zwei Jahren im Zusammenhang mit der Geburt von Kronprinzessin Victorias Tochter Estelle wird in Schweden wild über den Namen der jüngsten Prinzessin spekuliert. Nummer Eins bei den Wettbüros ist der Name Elouise, gefolgt von Lilly und Désirée. Dagegen waren die drei beliebtesten Namen in den USA im vergangenen Jahr Sophia, Emma und Olivia – wenn Christopher O’Neill mitreden darf, kämen diese Namen vielleicht in Frage, so die Überlegung vieler. Selbst auf den in Schweden derzeit unmodernen Namen Ulla wird gewettet. Hofexperten wiesen diese Möglichkeit jedoch weit von sich: Schließlich solle ja auch der Vater den Namen seiner Tochter aussprechen können.

Liv Heidbüchel

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