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Stieg Larssons Ermittlungen

Spur im Palmemord neu aufgelegt

Publicerat tisdag 25 februari 2014 kl 13.07
"Der Mann wirkte in dieser Frage nicht kompetent"
2:43 min
Zwei Privatermittler im Mordfall Palme: Jan Mosander und Stieg Larsson (Foto: Annika af Klercker/Leif Blom/TT)

Einer der bekanntesten schwedischen Krimiautoren, Stieg Larsson, ermittelte privat auch im Palme-Mord. Sein Dossier stellte er den Palme-Fahndern zur Verfügung. Wenige Tage vor dem 28
Todestag Olof Palmes, werden diese Hinweise erneut gesichtet und von Fachleuten
beurteilt.

International ist Stieg Larsson vor allem als Krimiautor der Millenniumtrilogie bekannt. In Schweden erinnert man sich auch gern an Larsson den Journalisten und Experten für rechtsextremistische Organisationen.

Lange vor dieser Zeit, aber im Rahmen seiner Analysen von faschistischen, rechtsextremen und neonazistischen Vereinigungen, beschäftigte Larsson sich auch mit dem Mord an Ministerpräsident Olof Palme im Februar 1986.

 

Agent für Südafrika

Über seine Kontakte mit der britischen antifaschistischen Zeitschrift „Searchlight“ erhielt Larsson 1986 und 1987 Informationen über einen schwedischen Offizier und Agenten für Südafrika. Dies berichtet die Zeitung „Svenska Dagbladet“, die Larssons umfangreiches Archiv gesichtet hat.

Der Spion, der nach dieser Theorie ein Mittelsmann gewesen sein könnte, war zur Zeit des Palme-Mordes in rechtsgerichteten schwedischen Kreisen ein bekannter Mann. Larsson sammelte Angaben über Reisen nach Südafrika, ungewöhnlich üppige finanzielle Verhältnisse, persönliche Gewohnheiten, den Wohnort auf Zypern, Festnahmen und Waffenbesitz.

Dossier für Fahndungskommission

Dieses Material schickte er im Herbst 1987 an die Palme-Fahndungskommission. Mitte der Neunzigerjahre dann explodierte die Nachricht von der Südafrika-Spur in den schwedischen Medien: Der südafrikanische Geheimdienst solle hinter dem Mord gelegen haben. Die Nachforschungen der schwedischen Ermittler förderten allerdings wenig Neues zu Tage.

Leif GW Persson, einer der prominentesten schwedischen Experten in Kriminologie, hält auch 28 Jahre nach dem Mord an Olof Palme nichts in der Fahndung für unmöglich. Die schwedische Polizei sei darauf spezialisiert, Gangster zu finden. Somit sei es logisch, dass sie den Kleinkriminellen Christer Pettersson für die Tat verantwortlich machte. Politische Zusammenhänge oder gar Spuren ins Ausland hingegen, seien nicht das Fachgebiet der Kriminalpolizei.

Nichts Neues

Der Journalist Jan Mosander beurteilt Larssons Angaben vorsichtig. Er hat lange beim Schwedischen Rundfunk gearbeitet – unter anderem mit den Spuren im Mordfall Palme: „Ich hatte schon in den Siebzigerjahren mit dem Mann zu tun, auf den Larsson hinweist. Ein halbes Jahr nach dem Mord war ich auf Zypern und habe mit ihm geredet. Er machte einen verwirrten Eindruck und war überhaupt nicht kompetent in dieser Frage“, urteilt Mosander im Schwedischen Rundfunk.

Die Südafrika-Frage sei zum Zeitpunkt des Palme-Mordes politisch bereits uninteressant gewesen. Ein Mord an Schwedens damaligem Ministerpräsidenten habe keinen Sinn gemacht, so Mosander weiter.

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