Schwere Situation im Wasalauf 2014 (Foto: Ulf Palm/TT)
„Wir versuchen es!“

Wasalauf wie Wasserski

"Streckenweise wird es nass"
2:50 min

Die Lage beim Wasalauf ist auf der Kippe. Einer der größten Skilanglauf-Wettbewerbe der Welt ist in Gefahr. Auf einer Pressekonferenz versprachen die Veranstalter alles zu tun, um den Staffellauf am Freitag und den großen Wasalauf am Sonntag durchzuführen. In Mora, fasste Anders Selling, der Geschäftsführer der Wasalauf-Veranstalter, die Situation auf einer Pressekonferenz zusammen:

„Das milde Wetter seit Anfang der Woche bringt uns in Schwierigkeiten. Wir haben bis zu sieben Grad plus. Und es ist windig. Dadurch taut es, und die Schneedecke sinkt sehr schnell in sich zusammen. “

Dennoch gibt Anders Selling sich optimistisch. Die beiden wirklich prestigereichen Wettbewerbe, die Staffel und der Elitelauf am Sonntag stehen noch aus. Die Veranstalter hoffen inständig, dass es in den nächsten Tagen kälter wird.

Vorsorge im Dezember

50 000 Kubikmeter Kunstschnee sind bereits verteilt. Auf großen Teilen der 90 Kilometer langen Strecke wird die Loipe drainiert.

„Der Boden in den Hochmooren taut und das Wasser dringt durch die Schneedecke der Loipe nach oben“, erläutert Anders Selling. „Fünf Zentimeter obenauf sind Schnee, darunter ist Schneematsch. Dort können die Pistenmaschinen nichts ausrichten. Der Boden ist zu weich. An einigen Stellen ist es kritisch.“

An solchen Stellen hilft nur der geplante Einsatz eines Helikopters – und vor allem Kälte.

Der Kurzlauf, der Jugendlauf und der Frauenlauf sind bereits durchgeführt. Aber die Loipe war seifig und nass. Die Teilnehmer mussten durch große Wasserlachen schliddern, obgleich die Bahn an mehreren Stellen verlegt worden war. „Wir sind förmlich durch einen See gelaufen“, stellt Maria Brolin aus Uppsala frustriert fest. „Es war eine äußerst nasse Tour. Viele glitten mehr rückwärts als vorwärts. Wirklich schade. Alles hängt davon ab, dass man richtig gewachst hat.“

Freiwillige an die Schneeschaufeln!

Noch stehen der Staffellauf am Freitag mit 1.600 angemeldeten Mannschaften und der große Wasalauf am Sonntag mit 15.800 Teilnehmern aus. Um diese wichtigen Wettbewerbe durchführen zu können, sind die Veranstalter nicht zuletzt auch auf freiwillige Helfer angewiesen. Zum Abschluss der Pressekonferenz in Mora, dem Zielort des Wasalaufs, versucht Sportchef Johan Eriksson zusätzliche Freiwillige zum Schneeschippen zu finden, draußen vor der Tür stehen schon Schaufeln.

Aber, so versichert Anders Selling mit aller Überzeugung, die sich in dieser Lage aufbieten lässt: „Wir müssen in diesem Jahr möglicherweise Abstriche bei der Qualität der Loipen machen. Aber der Wasalauf wird stattfinden.“

Sybille Neveling

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