Forschung in Göteborg

Virtuelle Lösung für Phantomschmerzen

Schwedische Forscher in Göteborg wollen Phantomschmerzen in amputierten Körperteilen durch  virtuelles Computertraining beseitigen.

An amputierte Gliedmaßen werden Elektroden befestigt, die Muskelbewegungen aufgreifen und diese in Bewegungen der amputierten Arme oder Beine übersetzen. Der Patient kann sich dabei selbst auf einem Bildschirm, auf dem auch die fehlenden Gliedmaßen abgebildet sind, erkennen und Bewegungen üben. Versuchspersonen sagten der Zeitung Göteborgs-Posten, dass nach wenigen Trainingseinheiten der Phantomschmerz stark nachgelassen habe.

Das Gehirn verfüge über eine Art Karte über den gesamten Körper, sagte einer der Göteborger Forscher, Max Ortiz, der Nachrichtenagentur TT. Fehle ein Körperteil, so nehme der dafür verantwortliche Teil im Gehirn keine Signale mehr auf, was schließlich Schmerzen erzeuge. Schmerzen könnten beseitigt werden, indem diese Karte repariert werde.

In Schweden werden jährlich etwa 50 Armamputationen und 500 Beinamputationen durchgeführt. In ungefähr 80 Prozent aller Fälle leiden die Patienten unter Phantomschmerzen, über die wissenschaftlich nur wenig bekannt ist.  

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