Geschäftsbeziehungen auf Tauchfahrt
ThyssenKrupp in Südschweden

U-Boot-Konflikt mit deutschem Hersteller

Mit dem Argument nationaler Sicherheitsinteressen wenden sich die schwedischen Streitkräfte vom deutschen Hersteller ThyssenKrupp Marine Systems bei der Beschaffung neuer U-Boote ab.

Laut Berichten der Nachrichtenagentur TT haben die Streitkräfte nun dem heimischen Rüstungsunternehmen Saab den Auftrag erteilt, „die Voraussetzungen zur Sicherstellung einer Versorgungstrategie im Unterwasserbereich“ zu prüfen. Es handle sich um nationale Sicherheitsinteressen und es sei wichtig, dass technische Kompetenzen im U-Boot-Bereich in Schweden verbleiben würden, so eine Sprecherin der Streitkräfte gegenüber TT.

ThyssenKrupp ist Haupteigner der südschwedischen Kockum-Werft, dem bisherigen U-Boot Hauptlieferanten der Schweden. Schwedische Medien hatten über Strategien des deutschen Konzerns berichtet, mit denen die Produktion von U-Booten vermehrt nach Deutschland abgezogen werden sollte. In einem Angebot an die Streitkräfte stellt ThyssenKrupp die Möglichkeit in Aussicht, kleinere U-Boottypen auch weiterhin in Kockum herzustellen, wenngleich das Unternehmen dafür Zugang zu bestimmter U-Boottechnik erhält, die die Streitkräfte bislang unter Verschluss gehalten hat.  Die Streitkräfte werden nun laut TT keine U-Boote vom Typ A26, die als neue technische Generation beschrieben werden, von der Kockum-Werft bestellen.

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