Besorgter Bildt
Ex-Präsident ruft Russland um Hilfe?

Bildt vergleicht Janukowitsch mit Quisling

Außenminister Carl Bildt hat auf die Meldung reagiert, dass der ehemalige ukrainische Präsident Janukowitsch angeblich Russland um Hilfe gebeten haben soll.

Im Kurznachrichtendienst Twitter schreibt Bildt: „Jetzt hat die Ukraine also ihren eigenen Quisling, der auf fremden Boden sitzt und eine fremde Armee bittet, ihm sein Land zurückzugeben.“ Bildt bezieht sich auf den ehemaligen norwegischen Politiker, der unter der Besetzung der Nazis Ministerpräsident gewesen war, und seither als Sinnbild für Kollaboration und Verrat gilt.

Zuvor hatte Bildt nach dem Treffen der EU-Außenminister den Ernst der Situation unterstrichen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten gebe es Grund, das Wort der Aggression auf europäischen Boden in den Mund zu nehmen, sagte Bildt am Montagabend dem Schwedischen Rundfunk. Zur Meldung, dass Russland seine übenden Truppen wie geplant zurückbeordert, wollte Bildt zunächst nichts sagen. Über seinen Pressesprecher lässt der Außenminister wissen, man wolle abwarten, bis sich herausstelle, wie sich dies auf aktuelle Situation auswirke.

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