Wieso Karljohan?

Skandinavische Ernährungswissenschaftler möchten die erprobte Mittelmeerdiät im hohen Norden teilweise durch eine sogenannte „nordische Diät“ ersetzen. Zu ihr gehören grosse Mengen von Beeren und Pilzen, die in Nordeuropa wachsen. Und tatsächlich: nach den kräftigen Regenfällen schießen zum Beispiel Steinpilze in mehreren schwedischen Regionen sprichwörtlich aus dem Boden.

Auf Schwedisch heißt Steinpilz „Stensopp“ oder „Karljohan. Woher kommt der zweite Name?

a)  Der schwedische Naturforscher Carolus Johannæus – ein Zeitgenosse Carl von Linnés – spezialisierte sich auf Sporengewächse, die er akribisch katalogisierte. Er sprach dem Steinpilz besondere, heilende Kräfte zu und stellte ihn in seinem Werk „Thesaurus Botanica“ fälschlich als Urvater der skandinavischen Pilze heraus.

b)  Die Bezeichnung für geht auf den schwedischen König Karl XIV. Johan zurück. Als dieser erste Bernadotte nach Schweden kam, stellte er fest, dass die Stein- oder Herrenpilze hier zuhauf wuchsen. Er soll sie als besonders schmack- und nahrhaft zur Ernährung empfohlen haben.

c)  Der Pilz ist nach dem schwedischen Künstler Carl Johan de Geer benannt, der häufig Motive aus der Natur abbildet. Einige dieser humorvollen Modelle werden zurzeit im Modernen Museum in Stockholm ausgestellt.

Sie können Geschenke aus der Radio-Schweden-Überraschungskiste gewinnen!

Mailen Sie an: radioschweden@sverigesradio.se

Einsendeschluss ist Montag, der 8. September 2014. In unserem Podcast erfahren Sie dann die Auflösung und den Namen des Gewinners/der Gewinnerin.