H&M expandiert - der Staat bezahlt

Der schwedische Staat wird dem Textilriesen H&M bei der wirtschaftlichen Expansion in Äthiopien finanziell beistehen.

Swedfund, ein staatlicher Risikokapitalfond, wird umgerechnet über 6,5 Millionen Euro in das Geschäft investieren, schreibt die Wirtschaftszeitung Dagens Industri. Unter anderem sollen Zuliefererfabriken in dem ostafrikanischen Land ausgebaut und weiterentwickelt werden, so der Zeitungsbericht.

Die Zusammenarbeit mit Swedfund sei eine Chance, sich frühzeitig in der wachsenden Textilindustrie in dem Land zu engagieren und zu mehr Arbeitsplätzen beizutragen, so der Geschäftsführer von H&M, Karl-Johan Persson, in einer Pressemitteilung.

Auf die Frage, warum der umsatzkräftige H&M-Konzern staatliche Unterstützung benötige, sagte eine Sprecherin der Zeitung Dagens Industri: Swedfund verfüge über Kompetenzen in Afrika und Äthiopien und wisse, wie gute Investitionen mit nachhaltiger Entwicklung durchgeführt würden.

Laut eigenen Angaben liegt das Gehalt eines Arbeiters bei H&M-Zulieferern in Äthiopien bei monatlich etwa 29 Euro.