Giftige Pilze zum Verkauf angeboten

Pilzsammler erfreuen sich derzeit reichlicher Ausbeute in den schwedischen Wälder – wer aber direkt am Stand von einem Privathändler kauft, sollte Vorsicht walten lassen.

Auf einem Marktstand in Göteborg bemerkte eine Kundin eine Kiste gefüllt mit Pilzen, die ihr verdächtig vorkamen. Auf Nachfrage konnte der Verkäufer nicht erklären, um welche Pilzsorte es sich handelte. Die misstrauische Kundin machte daraufhin ein Foto und schickte es an einen Pilzkenner. Der eindeutige Befund: Brauner Fliegenpilz, der ebenso giftig und gefährlich ist wie der Rote Fliegenpilz.

Für Verkäufer, die nur sporadisch Pilze auf Marktplätzen anbieten, bestehe keine Anmeldepflicht, sagte ein Sprecher vom Lebensmittelkontrollamt. Der besagte Verkäufer in Göteborg konnte später von der Polizei ausfindig gemacht werden, hatte dann aber die Kiste mit den gesundheitsgefährdenden Pilzen bereits entsorgt.

 In Schweden wachsen bis zu 40 gefährliche Pilzsorten, darunter auch die absolut tödlichen Sorten spitzhütiger und grüner Knollenblätterpilz. Pro Jahr müssen bis zu 200 Menschen mit Pilzvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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