Flüchtlinge ausspioniert und Gelder eingetrieben

Schweden weist Diplomaten aus Eritrea aus

Schweden hat den Leiter der eritreischen Botschaft aufgefordert, innerhalb von 48 Stunden das Land zu verlassen. Dies meldet die Nachrichtenagentur TT unter Berufung auf mehrere von einander uabhängige Quellen.

Das Außenministerium bestätigt lediglich, dass ein ausländischer Diplomat des Landes verwiesen wurde. Hintergrund sind offenbar Berichte, dass Flüchtlinge aus der Region systematisch bespitzelt werden, und dass die Botschaft von den Bürgern ihres Landes in Schweden eine Art Steuer eintreibt.

Experten bewerten die Maßnahme als sehr deutliche Markierung. Sie könnte auch mit der Bespitzelung des Netzwerkes zu tun haben, das sich für die Freilassung des seit fast 13 Jahren in Eritrea ohne Anklage inhaftierten schwedischen Journalisten Dawit Isaak einsetzt. Politiker der Sozialdemokraten und der Liberalen haben die Maßnahme begrüßt.