Rechtspopulistische Schwedendemokraten

Stockholmer Spitzenkandidat hetzt im Internet

Der Spitzenkandidat der rechtspopulistischen Schwedendemokraten bei der Stockholmer Kommunalwahl am Sonntag soll Kommentare mit rassistischen Inhalten im Internet verbreitet haben.

Spitzenkandidat Christoffer Dulny habe zahlreiche Kommentare und Links auf einschlägigen fremdenfeindlichen Internetseiten gepostet, berichtet die Zeitung Expressen am Montag. Der Politiker sei dabei anonym aufgetreten – die Zeitung arbeitet jedoch mit einer IT-Gruppe zusammen, die die Identität anonymer Nutzer solcher Webseiten offengelegt hat.

Dulny selbst räumte im Interview mit dem Schwedischen Fernsehen ein, dass es nicht richtig sei, anonym und unter erfundenem Namen im Internet Kommentare zu schreiben. Als Spitzenpolitiker dürfe man sich nicht mit so etwas befassen.

Linus Bylund, Leiter des Arbeitsstabes bei den Schwedendemokraten, sagte dem Schwedischen Rundfunk, dass die Enthüllung von Expressen keine unmittelbaren Konsequenzen für die politische Zukunft des Stockholmer Spitzenkandidaten habe. Es könne verziehen werden, wenn jemand etwas Allgemeines oder unnötig Kategorisierendes gesagt habe, so Linus Bylund.

Parteivorsitzender Jimmie Åkesson kündigte eine interne Untersuchung an. Dabei sollten die Vorwürfe gegen Christoffer Dulny sowie neun weitere Schwedendemokraten geprüft werden. Die Aussagen würden ein fehlerhaftes Bild darüber vermittelt, für was die Partei stehe, so Åkesson.

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