Am Flughafen Heathrow ging der Schwede der britischen Polizei ins Netz. (Foto: TT)
Verhandlungen in London

Schwede wegen Terrorismusverdacht vor Gericht

Ein 36-jähriger Schwede muss sich vor einem Gericht in London wegen terroristischer Aktivitäten verantworten.

Ihm wird vorgeworfen, sich in einem Trainingscamp für Terroristen aufgehalten zu haben. Außerdem soll er Waffentraining zur Durchführung von Terrorattacken erhalten haben. Auf seinem Computer fanden die Fahnder zudem mehrere Schriften, die zum Kampf im Heiligen Krieg aufrufen. Auf jedes dieser Vergehen stehen nach britischem Recht bis zu 10 Jahre Gefängnis.

Der 36-Jährige war Ende September auf dem Londoner Flughafen Heathrow festgenommen worden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Magnus Ranstorp, Terrorismusexperte an der Hochschule der Streitkräfte in Stockholm, erklärte gegenüber der Tagezeitung „Dagens Nyheter“: „Dass der Mann in Großbritannien und nicht in Schweden festgenommen wurde, liegt daran, dass es dort strengere Anti-Terror-Gesetze gibt.“

Wie die Zeitung „Expressen“ berichtet, war der 36-Jährige einer der ersten Dschihadisten, die aus Schweden nach Syrien reisten, um gegen Präsident Assad zu kämpfen.  Dort soll er sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ angeschlossen haben.

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