Der eritreische Präsident Afewerki und der schwedische Häftling Isaak (Foto: TT)

Jubilar Dawit Isaak weiter in Haft

Anlässlich seines 50. Geburtstages wird in ganz Schweden an das Schicksal des Journalisten Dawit Isaak erinnert.

Der Schwede, der auch die eritreische Staatsbürgerschaft besitzt, wird seit mehr als 13 Jahren ohne Prozess in einem Gefängnis in Asnara, der Hauptstadt Eritreas, festgehalten.

Seit mehreren Jahren setzen sich unter anderem die vier größten schwedischen Tageszeitungen in der gemeinsamen Kampagnen „Free Dawit“ für die Freilassung des Journalisten ein. Zu seinem heutigen Geburtstag veröffentlichten der Schriftsteller P.O. Enquist und Isaaks Bruder Esayas offene Briefe an den Häftling.

Nach Angaben der eritreischen Regierung hat Dawit Isaak sich „Vergehen gegen die nationale Sicherheit“ schuldig gemacht. Viele glauben jedoch, dass dem Schweden sein Einsatz für die Presse- und Meinungsfreiheit in Eritrea zum Verhängnis wurde. Laut „Amnesty International“ ist der 50-jährige der einzige EU-Bürger, der aus politischen Gründen inhaftiert ist. Die schwedische Abteilung der Menschenrechtsorganisation versuchte am Montagmittag der Botschaft Eritreas in Stockholm rund 1.200 schriftliche Geburtstagsgrüße an den Journalisten zu übergeben. „Meiner Kollegin wurde die Tür vor der Nase zugeschlagen“,  sagte eine Amnesty-Sprecherin.

Dawit Isaak war 1987 nach Schweden geflohen, dort erhielt er 1992 die schwedische Staatsbürgerschaft. Nach der Unabhängigkeit Eritreas kehrte er in sein Heimatland zurück und gründete die erste unabhängige Tageszeitung des Landes.

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