Soll in London befragt werden? Julian Assange (Foto: John Stillwell/TT)
Fall Assange im Unterhaus

Briten laden schwedische Staatsanwältin ein

Der stellvertretende britische Außenminister, Hugo Swire, würde es begrüßen, wenn die schwedische Staatsanwaltschaft nach London käme, um Julian Assange zu verhören. Dies erklärte Swire bei einer Fragestunde im britischen Parlament.

Die britische Regierung würde alles tun, um eine Befragung von Assange in London zu erleichtern. Laut Medienberichten ist der britischen Regierung daran gelegen, den Fall abzuschließen. Die leitende Staatsanwältin in diesem Fall, Marianne Ny, sei deshalb höchst willkommen, so Swire in der britischen Tageszeitung The Guardian.

Staatsanwältin Ny hat bisher stets gefordert, dass Assange sich zur Vernehmung in Schweden einfinden müsse und war für die Nachrichtenagentur TT für einen Kommentar zur Einladung nicht zu erreichen. Der Wikileaks-Gründer befürchtet seine Auslieferung an die USA durch Schweden und ist seit über zwei Jahren in die Botschaft von Ecuador in London geflüchtet.

Die schwedischen Behörden haben gegen den Australier einen internationalen Haftbefehl erlassen, um ihn wegen der Vorwürfe der Vergewaltigung und sexueller Belästigung zweier Frauen im Sommer 2010 in Schweden zu befragen. Die Anwälte von Assange haben die Aufhebung des Haftbefehls beantragt, waren jedoch in erster Instanz gescheitert. Der Fall wird in Kürze vor dem Oberlandesgericht weiter verhandelt.

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