Die IS-Kämpfer in Kobane haben Unterstützung aus dem Westen (Foto: TT)
Schweden im Dienst von IS

Justizminister will schnelles Verbot von Dschihadreisen

Justizminister Morgan Johansson will so schnell wie möglich gesetzlich unterbinden, dass junge Männer aus Schweden sich islamistischen Terrororganisationen in Krisengebieten anschließen. Man müsse jetzt handeln, sagt Johansson der Tageszeitung Sydsvenskan am Mittwoch, denn die Rekrutierungen seien hierzulande in vollem Gange.

 Bisher haben sich laut Angaben des Staatsschutzes Säpo mindestens 90 Schweden der IS in Syrien und im Irak angeschlossen. Johansson möchte die Teilnahme an Ausbildungen und Kampfeinsätzen bei Organisationen verbieten, die auf der Terrorliste der Vereinten Nationen stehen. Dazu habe er ein Schnellgutachten in Auftrag gegeben.

Dabei soll auch ein generelles Verbot, sich bewaffneten Gruppen anzuschließen, untersucht werden. Johansson verweist in diesem Zusammenhang auf schwedische Neonazis, die sich zum Kampf in der Ukraine gemeldet haben. Dagegen werde nicht erwogen, die Staatsbürgerschaft der Dschihadreisenden einzuziehen. Ein entsprechendes Gesetz könnte schon nächstes Jahr in Kraft treten, so Johansson.

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