Was brächte Schweden der Beitritt zur Nato? (Foto: Mid Norvegii/Flickr)
Regierungsgutachten

Auswirkungen von Nato-Mitgliedschaft sollte untersucht werden

Schweden sollte gemeinsam mit Finnland die Auswirkungen einer Nato-Mitgliedschaft untersuchen. Zu diesem Schluss kommt ein von der vorherigen bürgerlichen Regierung eingesetzter Ermittler zur internationalen Zusammenarbeit der schwedischen Streitkräfte.

 Gleichzeitig zeigt eine Meinungsumfrage des Fernsehsenders TV4, dass sich zum ersten Mal mehr Befragte für eine Nato-Mitgliedschaft aussprechen als dagegen. Demnach waren 37 Prozent für den Beitritt Schwedens zur Nato und 36 Prozent dagegen. In dem Gutachten kommt der Ermittler gleichzeitig zu dem Schluss, dass die bisherige internationale Zusammenarbeit den schwedischen Streitkräften keine Vorteile in Punkto Effektivität oder Kosten gebracht habe.

Der Ermittler hat vielmehr eine hohe Diskrepanz zwischen dem Auftrag der Streitkräfte und dessen tatsächlicher Einsatzbereitschaft ausgemacht. Die bestehenden internationalen Kooperationen hätten darüber hinaus dazu geführt, dass Schweden quasi von der Außenwelt als Nato-Mitglied wahrgenommen werde, ohne dass das Land jedoch die Schutzzusagen des Bündnisses genießen würde.

Verteidigungsminister Peter Hultqvist hat unterdessen eine Untersuchung eines Nato-Beitritts abgelehnt. Die Regierung werde keine entsprechende Initiative ergreifen, so Hultqvist gegenüber der
Nachrichtenagentur TT.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".