Dan Parks. Foto: Drago Prvulovic/TT.
Der verurteilte Straßenkünstler (Foto: Drago Prvulovic/TT)
Urteil

Gefängnis für Provokationskünstler

Am Donnerstag verurteilte das Oberlandesgericht in Malmö einen Straßenkünstler wegen Volksverhetzung zu einer Haftstrafe von fünf Monaten. Er wurde für schuldig befunden, in einer Galerie in Malmö rassistische und verunglimpfende Zeichnungen öffentlich ausgestellt zu haben.

Dabei wurden u.a. schwarze Politiker als Sklaven dargestellt. Prominente Vertreter der schwedischen Sinti und Roma wurden mit dem Slogan „Zigenarbrott är något gott“ („Zigeunerverbrechen sind etwas Gutes“) abgebildet.

Der Straßenkünstler, dessen Zeichnungen auch massenhaft als Aufkleber in der Stadt auftauchten, erhob Anspruch auf sein Recht auf künstlerische Freiheit und Redefreiheit. Dies hatte ihm jedoch das Malmöer Amtsgericht in der ersten Instanz nicht zugestanden, er wurde im August zu 10 Monaten Haft verurteilt.

Das Oberlandesgericht bestätigte nun den Schuldspruch, halbierte jedoch das Strafmaß. Der Künstler soll Revision angekündigt haben.

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