Im nordschwedischen Porjus wurde ein altes Hotel für 70 Flüchtlinge umgerüstet. Der Ort hat aber nur 328 Einwohner (Foto: Malin Winberg, Sveriges Radio)
Asylpolitik

Gerechtere Verteilung von Flüchtlingen

Bei der Frage der Verteilung von Flüchtlingen in Schweden sollen die teilweise überforderten Kommunen entlastet werden.

Das schwedische Amt für Wettbewerbsfragen arbeitet an der Lösung für ein Problem, das sich aus der Ausschreibungspraxis für Flüchtlingsunterkünfte ergibt.

Bislang konnten private Anbieter, die entsprechende Räumlichkeiten bereitstellen konnten, bei der Ausschreibung gewinnen, ohne dabei Rücksicht auf die kommunalen Kapazitäten für Krankenversorgung oder Schulen nehmen zu müssen.

Dies hatte dazu geführt, dass kleinere Kommunen völlig überlastet waren, weil nicht genügend öffentliche Ressourcen vorhanden waren, auf die andererseits ein gesetzliches Grundrecht besteht.

Diese Praxis wurde auch schon von der Einwanderungsbehörde kritisiert.

Das Wettbewerbsamt will nun die Ausschreibungsregeln so anpassen, dass es bei der Beantragung von Geldern für Asylunterkünfte nicht mehr nur um den Schlaf- und Wohnplatz geht, sondern auch darum, ob mit der Unterkunft eine entsprechende öffentliche Versorgung garantiert werden kann.

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