Der Begriff Risikokapital darf jetzt mehrdeutig ausgelegt werden, denn auch das Anlegen selbst kann die schwedischen Steuerbehörden auf den Plan rufen. Bild: Magnus Ladulåsgatan/TT samt Tim Meko/Shutterstock.
Luxemburg-Leaks

Tendenz zum Rückzug

Nach den Enthüllungen um die Luxemburger Steuerplanungsoase kündigen einige der schwedischen Finanzakteure an, sich von dort zurückziehen zu wollen.

Wie ein Sprecher der Risikokapitalgesellschaft Altor gegenüber dem Schwedischen Rundfunk sagte, plane man keine neuen Anlagen in Luxemburg. Man sehe allerdings die Steuersicherheit in Schweden als ausschlaggebenden Faktor für die Wahl der Investitionsstandorte.

Auch Nordic Capital will über einen Rückzug der Steuerveranlagung nach Schweden nachdenken. Wie ein Sprecher sagte, hätte das Unternehmen durchaus den Wunsch, Schweden als Basis zur Versteuerung zu haben, für ein konkretes Handeln sei jedoch die Zeit noch nicht reif.

Seitens der Finanzunternehmen wurde damit deutlich gemacht, dass eine von der Öffentlichkeit diskutierte Steuermoral nur dann eintreten werden, wenn die schwedische  Steuergesetzgebung eine für die Anleger akzeptable Planungssicherheit biete.

Die schwedische Finanzministerin Magdalena Andersson sagte, dass sie und ihre Amtskollegen der anderen EU-Staaten und OECD-Länder ihre Steuergesetze prüfen müssten. Allerdings will sie damit die sogenannte „kreative Steuerplanung“ bekämpfen.

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