Biathlon-Königin Magdalena Forsberg dankt ab

Biathletin Magdalena Forsberg ist beim Weltcupfinale am norwegischen Holmenkollen ihr letztes Rennen gelaufen. Die beste Biathletin, die es je gab, verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand.

Für die Weltcupsiegerin reichte es im letzten Rennen ihrer unvergleichbaren Laufbahn nur zum achten Platz. Das zweitschlechteste Ergebnis des Winters. "Mir gingen ganz andere Sachen durch den Kopf", sagte die 34-jährige sechsmalige Weltcup-Geamtsiegerin nach dem Lauf. Und ihr Dank, der galt dem Publikum in Schweden, wo sie so etwas wie eine Nationalheldin ist: "Dank für den Beistand, die vielen Aufmunterungen und all die Briefe. Das war das Schönste".

Den letzten Wettkampf ihrer Karriere konnte "Magda", wie sie von allen genant wird, zwar nicht gewinnen, dafür aber den vorletzten. Am Samstag kam sie im Verfolgungsrennen als Erste ans Ziel. Mit Siegen hat Magdalena Forsberg ihr Land bei dieser Mischung aus Langlauf und Schießen verwöhnt. 42 Siege hat sie errungen, allein neun davon in diesem Winter. Die Schwedin hält alle Rekorde im Weltcup.

Nach 14 gewonnen Rennen in der vorigen Saison waren sich die schwedischen Sportjournalisten fast schon einig: Die Frage sei nur, wieviele Goldmedaillen sie aus Salt Lake City mit nach Hause bringen würde. Obgleich in der Heimat als haushohe Favoritin gehandelt, ließ sich Forsberg den Erwartungsdruck nicht anmerken. Ruhiger und konzentrierter als bei der verpatzten Olympiade in Nagano ging sie die Rennen an. Bei ihrem deutschen Trainer Wolfgang Pichler fühlte sie sich aufgehoben. Olympisches Gold blieb ihr am Ende versagt: der einzige Schönheitsfehler einer unvergleichlichen Karriere. Mit ihren beiden Bronzemedaillen rette die stets bescheiden auftretende Skijägerin immerhin die Ehre der schwedischen Olympia-Auswahl.

Ihre Gegnerinnen, vor allem die norwegische Erzrivalin Liv Grete Poiree, werden nun aufatmen, aber der Biathlonsport hat eine große Sympathieträgerin verloren.

Alexander Budde

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