Welle des Erfolgs

Neun spannende Wettkampftage bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Paris sind zu Ende. Die schwedischen Teilnehmer und das Publikum daheim schauen zufrieden auf das Ergebnis der Bemühungen. Die schwedische Mannschaft hat gründlich abgeräumt. Mit insgesamt fünf Medaillen kehren die Sportler nach Hause zurück.

Mit diesem überwältigenden Ergebnis hatte selbst Nationaltrainer Ulf Karlsson nicht gerechnet: „Fünf Medaillen, dass hätte ich niemals für möglich gehalten. Das sind genauso viele, wie wir bislang zusammengerechnet in allen acht vorangegangenen Weltmeisterschaften erkämpft haben. Man hat den Eindruck, dass wir auf einer Welle des Erfolgs schwimmen."

In der Tat, seit der ersten Leichathletikmeisterschaft im Jahre 1983 gab es insgesamt viermal Gold, dreimal Silber und viermal Bronze für Schweden. Von den insgesamt elf Auszeichnungen, gehen fünf auf das Konto des diesjährigen WM-Teams in Paris.

Gold für Carolina Klüft

Der große Star der WM war zweifellos Carolina Klüft. Nach und nach eroberte die Siebenkämpferin auch die Sympathien und den Respekt des französischen Publikums. Die unbeirrte "Caro" - wie sie die Fans daheim nennen - machte den unbekümmerten und frischen Eindruck, mit dem sie schon bei anderen großen Veranstaltungen geglänzt hat. Die 20-Jährige hatte genügend Nervenstärke um ihren Aufstieg zur neuen „Mehrkampf-Königin“ durchzuziehen. Elf Jahre nach Jackie Joyner-Kersee war sie die erste Athletin, die die magische 7 000-Punkte-Grenze überwand. Wenn auch nur um einen Punkt, nämlich mit 7 001.

Kajsa Bergqvist

Am letzten WM-Tag in Paris holte Kajsa Bergqvist Bronze im Hochsprung der Damen. Sie schaffte die Zweimeter-Hürde - und dies trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit in der letzten Saison. Die Europameisterin hatte Probleme mit ihrer Achillessehne und schwächelte am Ende etwas.

Zum schwedischen Erfolg beigetragen hat auch Christian Olsson im Dreisprung. Stefan Holm durfte für seine Leistungen im Hochsprung in Paris die Silbermedaille entgegen nehmen. Bronze gab es für Patrik Kristiansson im Stabhochsprung.

Die Erfolge der schwedischen Mannschaft haben nicht nur hierzulande für Freudentränen gesorgt, sondern auch im Ausland Bewunderung ausgelöst: „Unsere Leistungen haben allen schwer imponiert", erzählt Nationaltrainer Ulf Karlsson stolz. "Besonders die Medien fragen sich, was wohl los ist in Schweden. Leider habe ich darauf keine Antwort. Ein Erfolg jagt den anderen und wir sollten einfach nur froh darüber sein".

Ulrika Koch

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