Junge Skilegende: Anja Pärson

Schweden hat seit dem vergangenen Wochenende eine neue Skilegende. Dies wurde bei Anja Pärsons erstem Besuch in Stockholm nach dem Gewinn des Gesamtweltcups deutlich. Die Nordschwedin trat bei einem Parallelslalom auf einem Übungsberg nahe der schwedischen Hauptstadt auf und wurde von Zuschauern und Autogramjägern nahezu erdrückt. Kein Wunder - Pärson hatte am vergangenen Wochenende Skigeschichte geschrieben und tritt in die Skispuren von Ingemar Stenmark und Pernilla Wiberg.

Gewinnerin des Riesenslaloms, Anja Pärson, Gewinnerin des Riesenslalomweltcups, Anja Pärsson, Gewinnerin des Slalom Weltcups, Anja Pärsson und Gewinnerin des Gesamtweltcups Anja Pärsson.

Die letztgenannte Auszeichnung ist dabei sicher die wertvollste und mit einer Goldmedaille bei Olympischen Spielen zu vergleichen. Wer den Gesamtweltcup gewinnt, ist ganz einfach die beste, kompletteste Skiläuferin der Saison. Die 22-Jährige mit dem natürlichen Charme aus dem nordschwedischen Tärnaby hat es damit Ingemar Stenmark als und Pernilla Wiberg gleichgemacht.

Dabei war es spannend bis zum Schluss, denn die Österreicherin Renate Götschl war Pärson stets auf den Fersen. Doch das hat Pärson eher beflügelt: „Das hat mich angespornt, dass sie immer dran war. Ich habe immer kämpfen müssen. Das war positiv.“

Spaß am Super-G

Das Finale in Sestriere war der Abschluss einer langen und erfolgreichen Saison. Erstmals ist die Slalom- und Riesenslalomspezilistin Pärsson auch in den schnelleren Disziplinen wie Super-G und Abfahrt angetreten. Das hat zwar nicht soviel Punkte gebracht, wie sich manch einer erhofft hatte, aber den Spaß am Skifahren erhalten. Ihre Entscheidung an Abfahrt und Super-G teilzunehmen, hat Pärson deshalb nicht bereut: „Das hat mir mental sehr geholfen. Das war dann immer ein positives Erlebnis Slalom oder Riesenslalom nach einer Abfahrt fahren zu dürfen."

Pärsson hat sich bereits jetzt in der Geschichte des Weltcups verewigt. 22 Einzelsiege mit 22 Jahren sind eine stolze Bilanz. Bis zu den 86 Siegen, auf die es Ingemar Stenmark brachte, ist es aber noch weit. Mit dem jetzigen Gewinn des Gesamtweltcups ist Anja Pärson deshalb auch noch lange nicht zufrieden. Sie träumt davon, in allen Disziplinen zu gewinnen und will im Vorfeld der nächsten Saison noch mehr Kraft und Kondition trainieren. Die Konkurrenz darf deshalb auch im kommenden Winter auf einiges gefasst sein.

Dieter Weiand

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista