Hochschule

Stopp dem Schummel

Das Internet ist so bequem und googlen tun ja irgendwie alle Nutzer. Ein Wort in die Suchmaschine eingeben und gleich erscheinen die wichtigsten Informationen. Das ist leicht und bequem, und so arbeiten inzwischen auch viele Studenten bei ihren Hausarbeiten mit dem Internet. Das Zentralamt für höhere Bildung hat festgestellt, dass Schummeleien zunehmen und will nun eingreifen.

Die Disziplinarausschüsse der Universitäten haben reichlich zu tun, um Schummelei von ehrlicher Arbeit zu unterscheiden. Zwischen 2001 und 2002 haben Mogeleien um ein Drittel zugenommen. „Auch in diesem Jahr werden sie weiter steigen“, sagt Pontus Kyrk vom Zentralamt für höhere Bildung. „Man merkt schon, dass dieses Problem jetzt mehr beachtet wird. Viele Universitäten und Hochschulen haben begonnen, ihm beizukommen, indem sie Suchprogramme anwenden.“

Damit sollen diejenigen erwischt werden, die sich für ihre Seminar- und Hausarbeiten zu groβzügig im Internet bedienen. Die Unsitte, Daten, Fakten und Schlussfolgerungen einfach aus dem Netz zu kopieren und in die eigene Arbeit einzufügen, ist schlieβlich kein wissenschaftliches Arbeiten. Am Anfang ist die These, die mit bestimmten Methoden bewiesen oder widerlegt wird, und am Ende stehen eigene Schlussfolgerungen - so arbeitet die Wissenschaft und das sollen die Studenten lernen. Abgesehen davon ist der abgekupferte Text ja das geistige Eigentum eines Anderen. Deshalb arbeiten ein paar Dutzend Hochschulen nun mit einem Computerprogramm, das Schwindler entlarvt.

Das Programm durchsucht die abgegebenen Texte der Studenten und gleicht sie mit Texten aus Internet und Datenbanken ab. Findet das Suchprogramm verdächtige Stellen, werden sie markiert und die Originalquellen gleich mit vermerkt. Dann muss der Professor beurteilen, ob die Verwendung der Textstelle sich im Rahmen hält oder Diebstahl vorliegt.

Noch arbeiten nicht alle Universitäten mit diesem Programm, aber Pontus Kyrk meint, das Suchprogramm erfülle trotzdem schon seinen Zweck. Nicht hauptsächlich, um abzustrafen, sondern als Ansporn zu ehrlichem Arbeiten. „Die Software ist vor allem vorbeugend nützlich. Wenn die Studenten wissen, dass ihre Hausarbeiten und Quellenangaben mit dem Internet überprüft werden, dann kopieren sicherlich nicht so viele wie jetzt Daten aus dem Internet in ihre Arbeiten.“

Katja Güth

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