Prinz Carl Philip 25 Jahre

Prinz Carl Philip von Schweden wird 25. Im Stockholmer Schloss fand eine Zeremonie statt, aber ansonsten wird privat gefeiert. Der Geburtstag ist für Volk und Medien ein Anlass, sich zu erkundigen, was der Prinz denn so vor hat im Leben.

25 und keine Heiratspläne - zumindest keine offiziellen. Das war es doch wohl, was wir vor allem wissen wollten. Schließlich ist die Frage gerade jetzt hochaktuell, wenn Kopenhagen morgen die Eheschließung von Kronprinz Frederik und seiner Australierin Mary Donaldson bejubelt, und auch der Hof in Madrid sich zur Thronfolgerhochzeit am 22. Mai rüstet.

Allerdings ist der schwedische Prinz ja kein Kronprinz mehr. Ein paar Monate nach seiner Geburt wurde die männliche Thronfolge in der Verfassung zugunsten seiner großen Schwester Victoria abgeschafft. Und so kann Carl Philip heute die Zukunftsfrage locker angehen. Der Geburtstag bedeutet keine größeren Verpflichtungen oder weit reichenden Veränderungen in seinem Leben, erzählt der Blaublütige offenherzig den Medienvertretern.

Einer wie andere

Das prinzliche Interesse gilt weiterhin dem Militär - nach dem Wehrdienst durchlief Carl Philip eine Offiziersausbildung, die er im Dezember 2002 abschloss. Und wenn die Reisen zu den königlichen Hochzeitsfeiern in Kopenhagen und Madrid absolviert sind, wird Carl Philip sich bei den schwedischen Streitkräften fortbilden. Beim Militär gefiele es ihm so gut, weil er dort wie jeder andere behandelt werde, erzählt er. Er werde eine Ausbildung zum Transportleiter in Stab machen, die später zu einer Beförderung zum Leutnant führen kann.

In seiner Freizeit macht der Herzog von Värmland ungefähr das Gleiche wie andere junge Schweden auch: Freunde treffen, Fernsehen, den Hund ausführen. Und reisen.

Künstlerische Ader

Ein weiteres Interessengebiet ist grafisches Design. Im den letzten Monaten hat Carl Philip dieses Fach per Fernkurs kennen gelernt. Jetzt macht er mit einem Kurs in Fotografie weiter. Die künstlerische Ader liegt bei den Bernadottes in der Familie. Der Prinz Eugen war nicht nur der Bruder des damaligen Regenten Gustav V. sondern auch ein international renommierter Maler, dessen Werke teilweise auch im Stockholmer Museum Waldemarsudde zu begutachten sind. Und Großonkel Sigvard Bernadotte feierte als Industriedesigner jahrzehntelang Erfolge. Carl Philip glaubt allerdings, dass seine Herkunft sich bei einer angedachten künstlerischen Karriere eher als Handikap erweisen würde.

Offenbar ist das blaublütige Geburtstagskind zurzeit eher an seiner Herkunft als Einwanderer interessiert. Die brasilianische Abstammung durch Mutter Silvia hat es ihm angetan. Er möchte durch Besuche in Lateinamerika mehr über ihre Kindheit erfahren, und Portugiesisch lernen. Zurück zu den Wurzeln also.

Sybille Neveling

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