Mehr Verkehrssicherheit

Die Zahl der Toten im schwedischen Verkehr ist rückläufig. Starben in den 60er und 70er Jahren noch über 1000 Menschen auf schwedischen Strassen, so hat sich die Zahl in den 90er Jahren auf die Hälfte reduziert. Jetzt hat sich die sozialdemokratische Regierung in Schweden ein neues Ziel gesetzt.

Wenn es nach Ulrica Messing geht, sollen in drei Jahren höchstens 270 Personen im schwedischen Verkehr tödlich verunglücken. Das ist das Ziel, das die stellvertretende Wirtschaftsministerin Ende Mai in Stockholm präsentierte. Erreicht werden soll es mit Hilfe von 700 neuen Überwachungskameras. Dafür will die Regierung 46 Millionen Euro ausgeben. Und auch an den Autos selbst sollen neue Sicherheitsvorkehrungen Pflicht werden. Ulrica Messing: „Alle neuen Autos werden ab 2012 mit einem so genannten Alkoholschloss ausgerüstet. Der Fahrer muss in einen Messapparat blasen und das den Alkoholgehalt in seiner Atemluft misst. So wird verhindert, dass sich alkoholisierte Fahrer hinters Steuer setzen. Denn schon heute nehmen jeden Tag 15.000 Menschen am Straßenverkehr teil, die Alkohol im Blut haben. Das Alkoholschloss macht die Fahrt für alle sicherer.”

Wegen Trunkenheit am Steuer kommen in Schweden jedes Jahr 150 Menschen ums Leben, 1.000 werden schwer verletzt. Messings Ministerium schlägt vor, Verkehrsvergehen in Zukunft mit höheren Strafzahlungen zu belegen. Ab 2005 sollen sich zudem alle Führerscheinanwärter in einem obligatorischen Teil ihrer Ausbildung besonders intensiv mit dem Thema Geschwindigkeit und Alkohol auseinandersetzen. Ein Punkt, der auch in Busfahrerkreisen zunehmend stärkere Beachtung findet.

Tommie Westerlund vom Verband der Busunternehmen: „Wir wollen, dass keiner unserer Fahrer mit Alkohol im Blut erwischt wird. In diesem Jahr sind bisher fünf Fälle registriert worden, bei denen Alkohol im Spiel war. Das wollen wir in Zukunft verhindern.“

In vier Jahren, so das Ziel der Branchenvertretung, sollen alle neuen Busse mit einem Alkoholmesser ausgestattet sein. Da der Fuhrpark alle 10 bis 15 Jahre erneuert wird, rechnet Westerlund damit, dass im Jahre 2020 alle Busse die neue Technik an Bord haben. Etwa 200 Vehikel im Berufsverkehr sind schon heute mit gutem Beispiel vorangegangen, sie haben die 2.200 Euro investiert und das Alkoholschloss eingebaut.

Agnes Bührig

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