Elisabeth Svantesson. Foto: Pontus Skagersten/Sveriges Radio.
Elisabeth Svantesson, migrationspolitische Sprecherin bei den Konservativen (Foto: Pontus Skagersten/Sveriges Radio.)

Konservative fordern striktere Asylregeln

"Klare Reaktion auf den Wahlverlust"
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Die Partei der Konservativen fordert eine Verschärfung bei den Asylbestimmungen.

In einer Gesetzesvorlage schreiben Vertreter der Partei, dass die Regeln zum Nachzug von Angehörigen von Asylbewerbern neu überprüft werden sollten. Unter der bürgerlichen Vorgängerregierung wurde die Anforderung an Asylbewerber eingeführt, zuerst eine Arbeit und eine Wohnung vorweisen zu können, bevor ein Ehepartner aus dem Ursprungsland nachreisen kann. In der Praxis aber bewilligte die Migrationsbehörde fast alle Anträge auf Nachzug, auch wenn diese Anforderungen nicht erfüllt wurden.

„Die jetzige Regel umfasst nur sehr wenige Personen, sie ist zahnlos“, sagte die migrationspolitische Sprecherin der Partei, Elisabeth Svantesson.

Gegenüber Radio Schweden nannte der Politikwissenschaftler Karl Loxbo den Vorstoß eine klare und nicht überraschende Reaktion der Partei auf den Wahlverlust vom September. Bei den Parlamentswahlen verloren die Konservativen jeden zehnten ihrer Wähler an die rechtspopulistischen Schwedendemokraten. „Nun wollen die Konservativen signalisieren, dass sie zumindest Debatten über eine striktere Haltung in der Asylpolitik führen“, so Loxbo.  

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