Die Schwedische Kirche ist nicht nur ein Hort der Harmonie (Foto: TT)
Die Schwedische Kirche ist nicht nur ein Hort der Harmonie (Foto: TT)

Kirche schafft sich unbequeme Mitarbeiter vom Hals

"Unsicherheit und mangelnde Routine"
1:21 min

Die Schwedische Kirche bezahlt Abfindungen in Millionenhöhe, um unbequeme Pastoren und andere Mitarbeiter loszuwerden.

In den letzten fünf Jahren hat die Kirche dafür umgerechnet etwa 11 Millionen Euro ausgegeben, zeigt eine Zusammenstellung der Zeitung Dagens Nyheter. In den häufigsten Fällen ging es um Angestellte, die gegen Mobbing vorgingen, dabei aber auf keine Unterstützung seitens des Arbeitgebers stießen. In einem Fall versuchte eine Pastorin, gegen einen Jugendleiter vorzugehen, der minderjährige Mädchen sexuell belästigte. Als die Pastorin ihre Kirchenleitung kritisierte, wurde sie mit einer Abfindung ihres Amtes enthoben.

Der Pressesprecher der Schwedischen Kirche, Gunnar Sjögren, sagte, dass eine Schwierigkeit darin bestehe, dass die Kirche aus vielen verschiedenen Arbeitgebern bestehe. „Es handelt sich um Unwissen, Unsicherheiten und mangelnde Routine im Umgang mit schwierigen Situationen. Als Kirche haben wir unsere Mitarbeiter nicht ausreichend in arbeitsrechtlichen Fragen sowie in der Konflikthantierung geschult.“  

Etwa 23.000 Mitarbeiter sind bei der Schwedischen Kirche angestellt. Die Kirche hat landesweit fast 6,5 Millionen Mitglieder und finanziert sich hauptsächlich aus deren Mitgliedsbeiträgen.

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