Isabella Lövin. Foto: TT
Isabella Lövin will in Zukunft besser informiern (Foto: TT)
Rechnungshof

UN-Entwicklungshilfe in der Kritik

Der vom schwedischen Außenministerium verwalteten Entwicklungshilfe mangelt es an Transparenz. Laut einem Bericht des Rechnungshofes wird dadurch die Beurteilung der Effektivität und der Ergebnisse erschwert.

Bei den Entscheidungen im Außenministerium fehlten häufig Information über den Hintergrund, die Ursache und die erwarteten Resultate, so der Rechnungshof in einer Pressemitteilung am Donnerstag. Ein Großteil der Gelder werde in informellen Prozessen verteilt. Auch werde zu oft die Verantwortung zur Durchführung von Projekten an dritte abgegeben.

Der Entwicklungshaushalt des Außenministeriums betrug im vergangenen Jahr umgerechnet gut 1,3 Milliarden Euro. Die Gelder gingen unter anderem an Entwicklungshilfeorganisationen der UN sowie die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank. Die weitere Entwicklungshilfe in Höhe von knapp 3 Milliarden Euro wird über die zuständige Behörde SIDA abgewickelt.

Entwicklungshilfeministerin Isabella Lövin von den Grünen und die sozialdemokratische Außenministerin Margot Wallström haben unterdessen Besserung angekündigt. Viele Versäumnisse seien noch auf die schlechte Arbeit der bürgerlichen Vorgängerregierung zurückzuführen. Man werde die Vorschläge des Rechnungshofes berücksichtigen, so die beiden Ministerinnen in der Tageszeitung Svenska Dagbladet.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".