Schwere Schäden am Eingang zum Rechtszentrum in Malmö (Foto: TT.)
Schwere Schäden am Eingang zum Rechtszentrum in Malmö (Foto: TT.)

Sprengstoffattentat in Malmö

"Ein Angriff auf das Rechtssystem"
1:31 min

Vor dem Amtsgericht in Malmö ist in der Nacht zum Montag ein Sprengstoffattentat verübt worden.

Gegen Mitternacht explodierte ein Sprengsatz vor dem Rechtszentrum, in dem Amtsgericht, Polizei und Staatsanwaltschaft untergebracht sind.

Der Leiter der Kriminalpolizei der Provinz Skåne, Stefan Sintéus, nannte den Vorfall einen Angriff auf das Rechtssystem. „In der Region Malmö gibt es verschiedene kriminelle Personen, die Zugang zu Sprengstoff haben, und damit gegen die Polizei oder das Rechtswesen zuschlagen. Es handelt sich hier um Vergeltung. Ob diese sich nun gegen das Gericht, die Polizei oder die Staatsanwaltschaft richtet, wissen wir in diesem Fall nicht, da keine konkrete Drohung eingegangen ist“, so Stefan Sintéus im Schwedischen Rundfunk.

Bei der Detonation wurde der Eingang zum Amtsgericht stark beschädigt. Fensterscheiben gingen zu Bruch, und auch die umliegenden Gebäude wurden beschädigt. Eine Person erlitt in Folge der Explosion leichte Schnittverletzungen.

Laut verschiedenen Zeugenaussagen wurde mindestens eine Person beobachtet, die einen Gegenstand vor das Rechtszentrum legte und anschließend davonsprang. Die Polizei hat bislang noch keine Verdächtigen verhaftet.

Der Anschlag war bereits der zweite seiner Art in diesem Jahr. Am 3. Februar war am selben Platz eine Sprengladung detoniert´. Auch damals wurde niemand schwerer verletzt.

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