Finnlands geplantes Atomkraftwerk hat in Schweden zu großen Protesten geführt (Foto: Fennovoima)
Finnlands geplantes Atomkraftwerk hat in Schweden zu großen Protesten geführt (Foto: Fennovoima)

Proteste in Schweden gegen finnische AKW-Pläne

"Kernkraft macht nicht vor Grenzen halt"
1:28 min

Das finnische Parlament hat am Freitag mehrheitlich für den Bau eines neuen Atomkraftwerks gestimmt – in Schweden haben zahlreiche Gemeinden und Kernkraftgegner gegen das Vorhaben protestiert.

Ein schwedisches Protestnetzwerk hat dem Parlament eine Unterschriftensammlung mit etwa 20.000 Namen überreicht, um für einen Stopp des geplanten Projekts in Pyhäjoki in Nordfinnland zu plädieren. „Wir können nicht zulassen, dass sie den Bottnischen Meerbusen auf diese Weise zerstören“, sagte Elisabeth Holmström von dem Protestnetzwerk dem Schwedischen Rundfunk. Etwa 60 Organisationen und mehrere Gemeinden in Schweden unterstützen den Protest. Darunter auch Skellefteå, das etwa 160 Kilometer von dem geplanten AKW entfernt liegt. „Kernkraft macht nicht vor Grenzen halt. Wir auf der schwedischen Seite sind genauso betroffen wie die Finnen auch. Deshalb ist dies auch eine Angelegenheit für Schweden“, so Holmström.

Kurz nach dem Parlamentsentscheid am Freitag gab der finnische Betreiber Fennovoima bekannt, in zehn Jahren in Pyhäjoki mit der Stromproduktion beginnen zu können. Man beantrage nun die nötigen Baugenehmigungen. Das neue Atomkraftwerk soll in Zusammenarbeit mit dem staatlichen russischen Kernkraftunternehmen Rosatom errichtet werden.  

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