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Hintergrund

Vattenfall hält an Braunkohle-Verkaufsplänen fest

Publicerat fredag 5 december 2014 kl 13.18
Vattenfall will so schnell wie möglich raus aus der Lausitz
(2:49 min)
Vattenfall hält an seinen Verkaufsplänen der Braunkohlesparte in Deutschland trotz Regierungskrise fest (Foto: Liv Heidbüchel/Sveriges Radio)
Man versteht sich: Vattenfall-Chef Magnus Hall (li) und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (re) (Foto: Liv Heidbüchel/Sveriges Radio)

Der Regierungskrise in Schweden zum Trotz hält der staatliche Energieriese Vattenfall weiter an seinen Plänen zum Verkauf seiner Braunkohlesparte in der Lausitz fest. Konzernchef Magnus Hall zufolge läuft der Prozess auf vollen Touren. Positiv über die Zusammenarbeit mit Vattenfall haben sich auch die Ministerpräsidenten der betroffenen Bundesländer Brandenburg und Sachsen bei ihrem zweitägigen Besuch in Stockholm geäußert.

Der Verkaufsprozess laufe weiter wie geplant, bestätigte Vattenfall-Vorstandschef Magnus Hall im Anschluss an die Beratungen mit den deutschen Gästen gegenüber Radio Schweden. Ein entsprechender Vorschlag werde beizeiten dem Parlament vorgelegt. Dass es seitens der Politik Einwände geben könnte, die umstrittene Braunkohlesparte abzustoßen, hält Hall für unwahrscheinlich. 

„Es gibt keinen genauen Zeitplan, aber es soll so schnell wie möglich geschehen. Gleichzeitig muss der Verkaufsprozess natürlich genau vorbereitet werden. Was den Käufer anbelangt, so muss das jemand sein, der beiden Bundesländern gefällt. Er muss aber auch die soziale Verantwortung für die Arbeiter übernehmen und umwelttechnisch eine Erfolgsbilanz vorweisen können. Uns liegt natürlich daran, den richtigen Käufer zu finden.“ 

Sorgen entkräftet 

Zwar war es die noch amtierende rot-grüne Regierung, die Vattenfall neue Auflagen gemacht und damit den Verkauf der emissionsintensiven Braunkohlekraftwerke vorangetrieben hatte. Dennoch gibt es eine breite Zustimmung auch bei den anderen Parteien für einen Verkauf – obwohl gerade diese Sparte, zumindest momentan, ertragreich ist. 

Vor allem der Erhalt von rund 8.000 Arbeitsplätzen in der Lausitz stand für die Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und Stanislaw Tillich im Mittelpunkt ihrer Stockholm-Reise. Ihre Befürchtungen konnten offenbar entkräftet werden. So erklärte Brandenburgs Ministerpräsident Woidke: „Ich glaube, es war sehr gut, dass wir diese Gespräche führen konnten. Wir sind daran interessiert, dass der derzeitige Prüfprozess möglichst schnell zu einem Ende kommt, damit die Sicherheit in der Region wieder hergestellt werden kann. Es gibt ja derzeit eine sehr große Unsicherheit im wirtschaftlichen Bereich. Ich hoffe, dass wir gemeinsam zu einem guten Ergebnis kommen.“ 

Kontaktnetz aufgebaut 

Die beiden deutschen Ministerpräsidenten trafen bei ihrem Besuch in Stockholm nicht nur Wirtschaftsminister Mikael Damberg, sondern den gesamten Wirtschaftsausschuss, der zudem in die Lausitz eingeladen wurde, um sich vor Ort ein Bild vom Braunkohleabbau und der Verstromung zu machen. 

Zu diesen Gesprächen sagte Sachsens Ministerpräsident Tillich: „Ich bin überzeugt, dass wir den ein oder anderen, den wir gestern getroffen haben, in den nächsten Monaten auch wiedertreffen werden. Vattenfall als staatseigenes Unternehmen ist ein Gesamtinteresse der Politik in Schweden, deshalb ist das auch keine Frage der Farbenlehre, sondern eine Frage dessen, wie wir diesen Prozess gestalten. Es wird sicher nicht der letzte Besuch von brandenburgischen und sächsischen Politikern hier gewesen sein, um so zügig wie möglich Klarheit zu haben, was der Verkauf für die Region, die Arbeitsplätze, aber auch das Unternehmen bedeutet.“ 

Raus ohne Schaden 

Tillich, Woidke und Hall ließen keinen Zweifel daran aufkommen, wie gut die Zusammenarbeit von Politik und Vattenfall bislang gelaufen sei und dass man optimistisch in die Zukunft blicke. Konzernchef Hall erinnerte daran, dass andere Sparten des Unternehmens in Deutschland erhalten blieben, ihm an einer guten Kooperation also entsprechend gelegen sei.

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