Foto: Ingvar Karmhed/SvD/TT
Für Hobbies fehlt oft das Geld (Foto: Ingvar Karmhed/SvD/TT)
Bericht des Kinderschutzbundes

Kinderarmut unter immer stärkeren ethnischen Vorzeichen

Der Unterschied zwischen schwedischen und Einwandererfamilien hat sich bei der Kinderarmut seit den 1990er Jahren dramatisch vergrößert. Laut dem Bericht des Kinderschutzbundes „Rädda Barnen“ lebten 2012 nahezu ein Drittel (29,1 Prozent) aller Kinder in Familien mit Migrationshintergrund unter der Armutsgrenze.

Bei schwedischen Familien liegt der Anteil bei 5,2 Prozent. Als wichtigster ausschlaggebender Faktor für die Ursachen werden steigende Gesundheitsprobleme und Arbeitslosigkeit bei den Migranten angesehen. Insgesamt lebten 2012 rund 230.000 Kinder in Schweden unter stark eingegrenzten Verhältnissen. Das waren 2.000 weniger als im Jahr davor.

Gleichzeitig wird die Definition der Armutsgrenze stark wegen ihrer geringen Aussagekraft in Frage gestellt, da die meisten Kinder noch grundsätzlich mit Kleidung und Nahrung versorgt sind. „Rädda Barnen“ weist jedoch auf die immer größeren werdenden Unterschiede hin, unter denen Kinder in Schweden aufwachsen. Immer mehr Kinder hätten keine Möglichkeiten für einen Urlaub oder Freizeitaktivitäten.

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