Mats Löfving
Mats Löfving, Polizeipräsident der Provinz Stockholm (Foto: TT/SR)

Oberster Polizeichef verteidigt Frauenregister

Der Polizeipräsident der Provinz Stockholm Mats Löfving hat den Vorwurf zurückgewiesen, das am Dienstag enthüllte Register über misshandelte Frauen sei Zeichen für ein „altmodisches Frauenbild bei der Polizei“.

Im Schwedischen Rundfunk bezeichnete Löfving diese Kritik als „Unsinn“. Man habe vielmehr gemeinsam mit Forschern ein System entwickeln wollen, um Frauen, die Opfer von familiärer Gewalt wurden, besser betreuen zu können. „Im Grunde war dies eine sehr lobenswerte Arbeit“, sagte Löfving.

Gleichzeitig räumte der oberste Chef der Polizei Stockholm ein, dass das Register in mehrerer Hinsicht fragwürdig sei. So fehlte in den letzten Jahren die Genehmigung für das Verzeichnis. Auch seien manche Daten nicht entsprechend den Vorschriften gelöscht worden. Außerdem, erklärte Löfving, enthalte das Register sensible persönliche Angaben, deren Notwendigkeit umstritten sei.

Der Schwedische Rundfunk hatte gestern ein umstrittenes Register bei der Polizei in Södertörn publik gemacht. Darin waren mehr als 2.000 Frauen verzeichnet, die ihre Ehemänner oder Partner wegen Misshandlung angezeigt hatten. Die staatliche Datenschutzbehörde untersucht jetzt die Legalität des Verzeichnisses.

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