Schweden Stefan Löfven Jas Gripen Brasilien Waffen-Deal (Foto: Johan Nilsson / TT)
Stefan Löfven hat in Brasilien nicht nur Kinder geherzt - es ging auch um Waffengeschäfte (Foto: Johan Nilsson / TT)
Besuch in Brasilien

Löfven zufrieden mit brasilianischem Gripen-Deal

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven hat sich zuversichtlich über das bevorstehende Abkommen mit Brasilien über den Kauf von schwedischen Kampfjets geäußert. Es sei von enormer Bedeutung wenn ein so großes Land wie Brasilien sich für den Kauf des Jas Gripen entscheide, so Löfven am Rande eines Besuches beim brasilianischen Flugzeughersteller Embraer.

Das zeige, dass Schweden ein gutes Produkt herstelle und darauf solle man stolz sein. Falls das Abkommen endgültig unterzeichnet wird, werden die 36 Jets teilweise dort gefertigt werden. Gleichzeitig melden Kritiker, wie etwa die stellvertretende grüne Ministerpräsidentin Åsa Romson Bedenken an.

Zum einen sei es fragwürdig, dass ein Land, dessen Bevölkerung noch zu hohem Anteil in Armut lebe, Flugzeuge im Wert von umgerechnet knapp 4,5 Milliarden Euro anschaffe. Darüber hinaus ist die Frage des Wiederverkaufes offenbar noch nicht geklärt. So besteht die Befürchtung, dass das schwedisch-britische Kampfflugzeug auf diese Weise auch in Argentinien landen könnte. Laut Löfven in der Nachrichtenagentur TT sollen aber alle Weiterverkäufe einzeln geprüft werden.

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