Erster Prozess in zweiter Instanz zu Göteborgkrawallen

Im Oberlandesgericht für Westschweden ging heute der Prozess gegen einen 19-Jährigen Deutschen zuende. Der junge Mann ist wegen seiner Teilnahme an den Krawallen beim EU-Gipfel in Göteborg zu 14 Monaten Haft verurteilt worden. In zweiter Instanz forderte sein Verteidiger nun die Reduzierung des Strafmasses. Verglichen mit bisher gängiger Praxis seien für zwei Mal Landfriedensbruch 12 Monate Haft angemessen. Dazu käme das jugendliche Alter des Täter und die Tatsache, dass er von der schwedischen Polizei angeschossen worden sei. Mit einem Urteil wird am 12. September gerechnet.

Agnes Bührig